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* WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 12:31
von nicht mehr Mitglied
Hi all
.... was ist dem JOHANN in NL mit seinem Getriebe passiert ?
Wie kann so etwas vorkommen ? ?
Soviel wie ich herrausgelesen habe ist nach einer Revision der Motor 2 Jahre gelaufen.
Jetzt ist die WURMWELLE einseitig stark abgelaufen
und von 54er Getrieberad sind Zähne ausgebrochen.
So etwas habe ich noch nie gesehen !
Johann schreibt :
Axialspiel der geprüften Getriebeachse war OK .
Der BUND auf der Wurmwelle sieht gut aus ( keine Beschädigung )
Meine Erklärung :
Nadellager des 54er Getrieberades welche auf 2 Nadellagern läuft waren ungleich.
Evtl. bei Revision nicht ausgetauscht ( zu Teuer ?? ) und deshalb hatte zwar die montierte
Getriebeachse richtiges Axialspiel , die ungleiche LAGERLUFT ließ das große Getrieberad
jedoch TAUMELN was zum einseitigen Verschleiß an der Wurmwelle führte.
Vorrausgesetzt das das Topflager und Kugellager an der Wurmwelle keinen großartigen Fehler aufwiesen.
Vielleicht kommt von Johann noch weiteres hinzu.
Also Jungens und Fachmänner schaut mal bitte in dem Forum rein und seht Euch die Bilder an.
Hier der LINK >>>>>>> http://spartamet.forum2go.nl/metaal-del ... -t903.html
Mit der BITTE um Eure Meinung zu einem EUROVISION POSTING
mfg Bernd
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 13:54
von Mike
Moin Bernd
Wenn ich mir die Bilder im NL Forum anschaue, tippe ich dennoch auf zu großes Spiel im Wurmwellenlager.
Erklärung:
Das 54er wird ja durch die WW angetrieben - normalerweise auf voller Breite (ca.2cm)
Wenn das der Kupplungsglocke abgewandte Lager der WW zuviel Spiel aufweist ( Mögliche Ursachen:
-> falsches Topflager
-> Unterlegblech/Distanzhülse vergessen (Bei falschem WW-Nadellager)
- > eine "Walze" im Käfig verloren", weggerostet, falscher Durchmesser einer Walze)
dann liegt die Wurmwelle nicht mehr flächig auf dem 54er, sondern nur an der Kupplungsseite und belastet die Zahnradflanken stellenweise so extrem, das Stücke herausgerissen werden.
Auf der anderen Seite schlackert die WW dann munter rum
Und genau das sieht man auf den Bildern des 54er Zahnrades (Meine ich zumindest)
Servus
Mike
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 19:59
von Timo
Hi Bernd,
ich habe hier ein 399er Motor aus einer RABBIT. Der Schaden ist nicht unerheblich.
1. Das Topflager in 2 Teile d.H den Boden rausgeschliffen mit losen Stiften.
2. Wurmwelle gebrochen
3. etliche Zahnradflanken abgebrochen- also Schrott.
Und das alles bei einem NL.
Timo
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 20:29
von fehntjer
Moin,
@Timo, Bilder?
Gruss Dieter
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 20:40
von Timo
Mion Dieter,
mit den Bildern hab ich es nicht so.
Werde ich aber Versuchen.
Timo
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 21:30
von Dieter-K
Die Bilder habe ich mir lange angesehen und nachgedacht.
Im Sumpf von Johanns Motor ist das Teil, das nicht dort hingehört. Also Splitter genauer untersuchen.
Ich tippe auf irgendeinen Fremdkörper. Zum Beispiel Nadeln aus dem Topflager. Nadeln sind härter als die Zähne.
Bin gespannt - Dieter
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 22:52
von Sparky
Mit zuwenig Getriebeöl gefahren, das kann ja wohl nicht sein???
Trotzdem sieht es nach einem Fraßschaden aus,
und die Zahnflankenenden des großen Getrieberades,
die könnten wegen Fraß-Verschweißung herausgebrochen sein.
Auch wenn das Getriebe nur kurz laut war deswegen, ist der Schaden gesetzt.
Selbst sofortiges Getriebeölnachfüllen hilft dann nicht mehr.
Die im Getriebe herumgeisternden Splitter besorgen schnell den Rest...
(Womit ich nicht behaupte, dass dies die Ursache IST. Könnte aber sein).
Meint Sparky

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Dienstag 9. November 2010, 23:05
von nicht mehr Mitglied
Hallo ,
..... habe heute auch mal noch was zusammengesteckt und überlegt.
Ist normalerweise nicht möglich so einen Schaden zu simulieren.
Wir brauchen mehr " EHRLICHE ERGEBNISSE " von dem Motor von Johann .
>>>> Auch Timo sollte seine Bilder mal einstellen und bei Demontage auf alles achten.
mfg Bernd
Hier noch einmal Bilder zusammengestelltes Getriebe
mfg Bernd
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Donnerstag 11. November 2010, 05:02
von Sadim
ich halte beides für möglich sowohl das was dazwischen gekommen ist als auch das das Topflager im durchmesser spiel hatte.
allerdings muss ich sagen ich tippe mehr auf eine nicht saubere lagerung der wurmwelle.
achsabstände bei getrieben werden normalerweise auf toleranzen von 0,01 mm angegeben, das hat schon seinen grund.
(und wenn ich mich recht entsinne war das doch eh irgentwas das man da n blech rein legen muss ? wobei ich ein blech eh schon als fehler ansehe aus diversen gründen)
ist die wurmwelle denn gehärtet? einsatzgehärtet oder nitriert ?
wenn das toplager nicht in ordnung ist wird das zahnrad nur einseitig belastet und es kommt zu reibung weil der achsabstand nicht mehr stimmt - und steter tropfen hölt den stein! (bei einer wumwelle ist das noch mal schärfer zu nehmen als bei einer geraden verzahnung da hier immer nur an einem punkt die kraft übertragen wird und nicht auf einer linie.
LG
Sadim
Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe
Verfasst: Donnerstag 11. November 2010, 11:34
von Sparky
Hallo zusammen,
die glockenseitig herausgebrochenen Zahnspitzen des großen Getrieberades sind eigentlich NUR durch Reibverschweißung mit der Wurmwelle zu erklären. Und die ist eigentlich nur möglich durch einen - evtl. kurzen - Ölmangelbetrieb.
Der genaue Ablauf wäre wie folgt:
1. Durch Ölmangel entsteht eine Reibungswärme von 200...300 Watt,
die zu gleichen Teilen die Wurmwelle und das große Getriebrad erhitzt.
2. Weil die Wurmwelle aber viel KLEINER ist und also auch nur eine minimale Wärmekapazität hat,
wird sie dabei sehr schnell rotglühend (bei 100...150 Watt in 5...10 s, geschätzt, nicht gerechnet).
3. Die glühende Wurmwelle wird dann zunächst weich und verformt sich, wodurch sie den topflagerseitigen Zahnflankenlasten ausweichen kann (d.h. sie verbiegt und "entzwirbelt" sich, so dass auf der Topflagerseite
kaum mehr Kräfte übertragen werden!
4. Die Zahnflankenkräfte und auch die Reibungswärme konzentrieren sich danach auf die Glockenlagerseite,
dort kommt es schließlich zur "finalen" Reibverschweißung, und die Zahnflankenspitzen des großen Getrieberades
werden herausgebrochen.
Spätestens jetzt ist das Getriebe laut!
5. Wird Getrieböl nachgefüllt, dann kann so ein Getriebe durchaus noch einigermaßen seinen Dienst verrichten,
allerdings deutlich rauher und "kratziger" als zuvor. Die an den Zahnflanken gesetzten Schäden
können nach einiger Zeit sogar teilweise wieder glattgeschliffen werden, ABER
Normalerweise sollte es einen eindeutigen Hinweis auf so ein Schadensereignis geben:
Das Fahrzeug sollte sich gar nicht mehr oder nur unter üblen Knirschgeräuschen rückwärts schieben lassen,
weil ein sanftes, leises, ruckfreies Rückwärtsschieben bei dieser Art der Verzahnung
einwandfrei glatte oder allenfalls minimal fein-rauhe Zahnflanken erfordert.
Das wäre also die Frage, die man Johann stellen könnte:
Ab wann war kein "softes" Rückwärtsschieben mehr möglich?
Grüße - Sparky