Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Saxonette, Spartamet und andere
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tnt-dennis
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Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von tnt-dennis »

Hi Winfried,
wegen Deiner Scheiben kannst Du bei Brucker-Radel-Service mal schauen. Er hat auf seiner Seite eine Suchfunktion. Gib dort einfach
"SCHEIBE 19,1 X 28" ein.

Gruß
Dennis
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fehntjer
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Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von fehntjer »

Moin ,
deine Beschreibung echt gut kann man alles Nachvollziehen. Ich versuch es mal ...
Zum einen: der Abstand von Kupplungsgl. setz mal eine Halbschale ein und deine Kupplunggl. zusammengebaut dahinein. hast du da immer noch so viel Spiel?
Nächste: Seite 13 du musst das ganze rumdrehen Nabenhülse nach unten. Die Zahnräder mit den Nadellagern aufsetzen dann Teil 14 und 15 aufsetzen dann kannst du zwischen 14 und Zahnrad 12 den Abstand messen. Dann kann je nach den die Ausgleichscheiben eingesetzt werden.
Zu dem Fett kann ich vom Typ her nichts sagen.
Mit den Klinken muss du sher vorsichtig sein wie du schon festgestellt hast.
Mit dem Festzziehen der Konuschraube sind schon einige Beiträge geschrieben worden. Das ist reine Gefühlssache. Ich schraub die meistens etwas fester und löse sie wiederr und drehe dabei die Nabenhülse
Gruss Dieter
Dieser Text besteht aus 100% recycled Bits. Haltbarkeits Datum: s. Rückseite

Der Niederrheiner hat von nichts Ahnung kann aber alles erklären
frei nach Hans-Dieter Hüsch
https://i.ibb.co/YNBypqf/vlag-n-L-d-L.jpg
Dieter-K

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Winfried,

der Konus hat kein Anzugmoment. Du stellst damit das Lagerspiel ein und konterst dann gegen die äußere Mutter.

Deine Nadellager sind o.k.

Bei Dampframme habe ich mal zwei oder drei Ausgleichsscheiben (innen 19,1 x außen 28mm) gesehen, die er nicht mehr benötigte. Vielleicht hat er sie ja noch :wink:
Die Scheiben hatten die Dicke für Mehrstufengetriebe 0,1mm und 0,2mm. Ich kann mit 0,15er Scheiben dienen. Selbst geschnitten und geschliffen *JOKINGLY*
Die dickeren hat Brucker Radlservice (danke Tnt-Dennis).

Am Topflager des Mehrstufers lässt sich die Scheibe S0002441020010 1 SCHEIBE 18.5X12.1X0.5MM
perfekt verwenden. Sie gehört normalerweise zwischen Hauptlager und Kurbelwelle an der Polradseite.

Motorfahrrad.eu - da werden sie geholfen, da kennen sich die Jungs und Mädels nämlich aus. :mcgreen:

Dieter
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PeCeBu
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Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von PeCeBu »

Hallo Winfried,
auch wenns Holländisch ist vieleicht helfen dir die Bilder.
http://www.spartamet.org/dutch/d_revas.html
Gruß Peter
Dampframme

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von Dampframme »

@Winfried, ich habe auch einmal die Ölkohle am seitlichen Kolben entfernt, ich hätts besser gelassen, nach dem zusammenbau war ein leichtes Kolbenklappern(Kippen) zu höhren. Erst nach mehreren Hundert Kilometer wurde es wieder ruhiger.
panfred

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von panfred »

PeCeBu hat geschrieben: auch wenns Holländisch ist vieleicht helfen dir die Bilder.
Oder der Übersetzungsservice. PN genügt.
gruesse
panfred
winfried

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von winfried »

Hallo Freunde,
mit Euren Hilfestellungen habt ihr mir sehr geholfen, die niederländisch kommentierten Bilder sind gut verständlich. Danke Panfred für Dein Angebot.
Dein Hinweis, lieber Micha, kommt zu spät, ich werde ihn mir für's nächtste Mal vorbehalten.
Die Scheiben im Angebot der Firma Brucker-Radl-Service, habe ich gefunden, ich werde sie dort bestellen, auch das hitzebeständige Fett für die Wellendichtringe wird dort vorrätig gehalten.

Lieber Dieter, danke für die Hinweise, wie ich den Konus an der Nabenhülse anbringen und kontern soll.

Bevor ich den Motor wieder zusammenbaue, muss ich erst die Ersatzteile beschaffen.
Vorher möchte ich aber noch ein paar Fragen loswerden, die sich aus der Betrachtung des Zusammenspiels der Motorteile für mich ergeben.

Auf der Getriebehauptwelle (des drei-Stufen-Getriebes) ist gegenüber der Nabenhülse eine 17er Mutter mit Unterlegscheibe und Runddichtung (Nr. 16, Seite 14, Abbildung 20 im Manual). Neben der Runddichtung sitzt die Lagerbuchse 15.
Nach dem Zusammenbau der Getriebehauptwelle und dem Anziehen der äußeren 17er Muttern mit dem im Manual vorgegebenem Drehmoment auf beiden Seiten der Welle lege ich diese in die im Schraubstoch festgesetzte Gehäusehalbschale (mit Zylinder) ein.

Ist es richtig, dass die Getriebehauptwelle im Ganzen frei drehbar ist?
Ist es richtig, dass die Runddichtung seitlich druckfrei in der Gehäusehalbschale liegt, nur gedrückt vom Radius der Gehäuseöffnung?
Ist es richtig, dass auf die Lagerbuchse 15 kein seitlicher Druck von den 17er Achsmuttern ausgeübt wird und auch sie druckfrei in
der Gehäusehalbschale liegt?

Wenn das alles so stimmt, muss man sehr vorsichtig die vorhandene Unterlegscheibe 18 auf der Achse zentrieren. Die Maße der Scheibe sind 10,5 X 25 x 2 mm. Ich stelle fest, dass eine Scheibe 10,0 mm innen und Außendurchmesser 23,0 mm besser geeignet wäre. Beim Festziehen der Achsmutter mit dem Drehmoment 22 Nm (wie im Manual vorgeschlagen) verrutscht die vorhandene Scheibe aus dem Zentrum und blockiert die freie Drehbarkeit der Getriebehauptwelle durch Anstoßen ans Gehäuse nach dem Zusammenbau des Motors.

Oder ist das nicht so wichtig?
Ist der Motor mit freiliegender Runddichtung überhaupt dort dicht?

Noch ein Hinweis, bei meinem Motor habe ich einen kleinen Entlüftungskanal in der hinteren Gehäusehälfte zur obersten Gehäuseschraube gefunden, der gerne bei zu reichlichem Gebrauch von Hylomar (oder ähnlichem) verstopft. Bei meinem Motor war ein feiner Gußsteg (kaum 1/2 mm dick) vorhanden, der diesen Kanal kurz vor seinem Ende ziemlich (oder ganz?) verstopfte. Ich habe mir erlaubt, den Kanal mit einem feinen Schraubenzieher frei zu kratzen. Der Kanal macht keinen Sinn, wenn er schon herstellerseits verstopft ist.

Ölige Grüße Winfried
Dieter-K

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Winfried,

die Getriebewelle ist im Gehäuse nicht frei drehbar. Das merkst du schon, wenn du die Welle fest in die Lageröffnungen drückst.
Was aber frei drehbar ist, sind die beiden Getriebezahnräder. Das erste in Fahrtrichtung links soll leicht laufen (deshalb ja auch die Ausgleichsscheiben für ein genau definiertes Spiel) und das rechte der beiden nimmt die Nabenhülse mit (in Fahrtrichtung gedreht). Gegen die Fahrtrichtung gedreht hörst du das Ticken der Sperrklinken. Dann muss sich das rechte Rad fast so leicht drehen lassen wie das linke.

Jetzt schraub' noch gedanklich die Achse am Rahmen fest. Dann wird klar, was sich dreht und dass die Achse=Getriebewelle steht.

Ich bin mir fast sicher, dass du das mittlerweile ebenso herausgefunden hast...

Dieter
winfried

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von winfried »

Hallo Dieter,
danke für Deine Antwort. Mir ist bewusst, dass die Getriebehauptwelle letzlich im Saxo-Rahmen fest eingeschraubt ist.
Der drehbare Zustand ist bei mir gegeben, wenn ich die feste zusammengeschraubte Welle lose in die Gehäusehälfte einlege.
Die Sechskantmutter 18 mit der Unterlegscheibe 17 der Welle auf der einen Seite und der Konus mit Kontermutter 1 und 2 auf der anderen Seite der Welle üben doch keinen Anpressdruck auf das Gehäuse aus, oder?

Gruß Winfried
Dieter-K

Re: Einige Fragen zu meinem ersten selbstgeöffneten Motor

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Winfried,

genau, du wirst mit der Mutter 18 das Motorgehäuse nicht zusammen drücken. Mit Mutter 18 verschraubt man nichts anderes als die Scheibe 17 gegen die 1. Achsenschulter.
Damit wird aber all das fixiert, was zwischen 1. und 2. Achsenschulter montiert ist.
Nämlich
- Öldichtung und Stoßdämpfer = Runddichtring Nr. 16
- Lagerbuchse Nr. 15
- Scheibe Nr. 14

Diese ganzen Bauteile fixieren jetzt das, was sich hinter der 2. und vor der 3. Achsenschulter mit definiertem Axialspiel drehen soll - die Zahnräder mit Anlaufscheiben und Ausgleichscheiben.

Ich glaube, gut erklärt ist anders...aber ein Bild haben wir schon. Da helfen nur noch tausend Worte.

Dieter
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