Tsunami - in drei Tagen gelernt
Verfasst: Montag 14. März 2011, 04:59
Hallo Freunde,
die aktuellen schrecklichen Bilder von Japans Ostküste haben bei mir wieder alte Verständnisprobleme wachgerufen. Die Bilder vom 26.12.2004 vom Tsunami im Indischen Ozean haben mir schon damals nicht eingeleuchtet.
Da ist immer die Rede von einer mächtigen Flutwelle, der "Riesenwelle" mit 8m Höhe und mehr. Das deckte sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung!
Eine 3-Meterwelle verpufft ihre Energie nach ein paar Metern am Strand. Solche Wellen habe ich schon öfter erlebt. Die haben nichts Bedrohliches. Eine 8-Meterwelle hat ein Mehrfaches an Energie, o.k. Aber das reicht nicht, um 10km ins Landesinnere zu drücken und dabei Autos, sogar Häuser, mehrere tausend Tonnen schwere Schiffe und dergleichen fortzubewegen.
Jetzt habe ich aus dem Filmmaterial kapiert: Die Höhe der Wellenfront zeigt nur den kleinsten Teil des Tsunami. Entscheidend ist, wie hoch das Wasser hinter dem Wellenkamm steht! Ein Tsunami ist eigentlich selten eine riesig hohe Welle, sondern mehr ein plötzlicher Anstieg des gesamten Meeresspiegels in der Umgebung. Die nächste Welle erhöht den Meerespiegel wieder um einige Meter, u.s.w. Entscheidend für die Gefährlichkeit ist nicht die Höhe der Welle, sondern die Tiefe der Welle (quer zur Laufrichtung, nicht Richtung unten!!).
Ich werde nicht in die Verlegenheit kommen, einen Tsunami selbst zu erleben (bin Ostsee-Urlauber). Für Fernreisende lohnt es sich vielleicht, diese teuflisch trügerische Naturgewalt besser zu verstehen.
Dieter
die aktuellen schrecklichen Bilder von Japans Ostküste haben bei mir wieder alte Verständnisprobleme wachgerufen. Die Bilder vom 26.12.2004 vom Tsunami im Indischen Ozean haben mir schon damals nicht eingeleuchtet.
Da ist immer die Rede von einer mächtigen Flutwelle, der "Riesenwelle" mit 8m Höhe und mehr. Das deckte sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung!
Eine 3-Meterwelle verpufft ihre Energie nach ein paar Metern am Strand. Solche Wellen habe ich schon öfter erlebt. Die haben nichts Bedrohliches. Eine 8-Meterwelle hat ein Mehrfaches an Energie, o.k. Aber das reicht nicht, um 10km ins Landesinnere zu drücken und dabei Autos, sogar Häuser, mehrere tausend Tonnen schwere Schiffe und dergleichen fortzubewegen.
Jetzt habe ich aus dem Filmmaterial kapiert: Die Höhe der Wellenfront zeigt nur den kleinsten Teil des Tsunami. Entscheidend ist, wie hoch das Wasser hinter dem Wellenkamm steht! Ein Tsunami ist eigentlich selten eine riesig hohe Welle, sondern mehr ein plötzlicher Anstieg des gesamten Meeresspiegels in der Umgebung. Die nächste Welle erhöht den Meerespiegel wieder um einige Meter, u.s.w. Entscheidend für die Gefährlichkeit ist nicht die Höhe der Welle, sondern die Tiefe der Welle (quer zur Laufrichtung, nicht Richtung unten!!).
Ich werde nicht in die Verlegenheit kommen, einen Tsunami selbst zu erleben (bin Ostsee-Urlauber). Für Fernreisende lohnt es sich vielleicht, diese teuflisch trügerische Naturgewalt besser zu verstehen.
Dieter