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Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Mittwoch 19. November 2008, 20:07
von Sparky
Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrungen mit einer "boost bottle"?
http://www.scooter-center.com/catalog/p ... ts_id=1513
1. Zunächst dachte ich, dass das ein zusätzliches Volumen zwischen Membran und Motor ist,
in dem quasi immer Frischgas bereit steht, so dass der Motor sofort welches hat,
und er nicht lange auf die Membranöffnung/Vergaserströmung "warten" muss.
Und dass der Vergaser dadurch zeitlich homogener/länger genutzt werden kann,
so dass er bei gleichem Strömungsquerschnitt quasi "größer" wirkt.
Und dass es zu Resonanzen kommen kann, die einen Aufladungseffekt bewirken.
("boost bottle" als Tuningmaßnahme)
2. Aber dann hab' ich gelesen, dass derlei zwischen Vergaser und Membran sitzt und nur dazu da ist, das Verfetten des Gemischs durch Luftströmungsschwingungen im Vergaser zu unterbinden, wodurch die Gemischabstimmung drehzahlunabhängiger und damit besser wird. So gemacht wäre das dann eher keine Tuningmaßnahme.
Wäre sowas bei der Saxo denkbar, in der unter 1. beschriebenen Tuningvariante?
Könnte man sich damit evtl. größere/andere Vergaser und Membranen ersparen?
Diese Fragen stelle ich unabhängig von der schwierigen Realisierung.
Aus reinem Interesse eben...
Grüße - Sparky
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Mittwoch 19. November 2008, 20:32
von Saxorotti
kannst du an der membranplatte an dem anschluss fürs dekoventil anschliessen. bringt nichts besonderes. nimm aber keine vom roller sondern welche für 30ccm vom goped.
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 01:04
von Dampframme
Ich komme gerade von meiner ersten Testfahrt mit einem Boost-Bootle zurück.
Zunächst stellte ich ein schlechtes Kaltstartverhalten fest, mit Anlasser ging erst mal gar nix.
Als sie dann ansprang wollte sie kein Gas annehmen , nach 1er Min. ging es dann.
Bin also normal wie immer zu meiner Teststrecke gefahren und stellte schon Unterwegs fest das sie gut am Gas hing.
Wenn ich das Gas weggenommen habe und dann wieder beschleunigte hatte der Motor einen etwas besseren durchzug.
Eine steigerung der Geschwindigkeit konnte jedoch nicht festgestellt werden.
Nach 30 sek. Standgas habe ich aus dem Stand beschleunigt, und merkte das dieses verschlucken und pöttern nicht mehr so wie früher war, sondern sie nahm das Gas gut an.
Ich bin dann noch ca. 15KM normal weiter gefahren , habe zwischendurch mal angehalten und einige Startversuche durchgeführt , diese verliefen zu meiner zufriedenheit, mit E-Start sowie Handstart.
Motor: NL-Motor, Buckel, HG-Modul, Kein Deko, Keine Luftzugabe, 43er Düse, alle schwarzen Platikteile ohne bearbeitung,
Höchstgeschwindigkeit 33 Kmh auf der geraden ohne Gegenwind.
Booster: Alte Gaskapsel,(Bierzapfanlage) ,20cm Schlauch, anschluß an Membranplatte, 3 Kabelbinder.
Werde diesen Test nochmals mit etwas kürzerem Schlauch durchführen, muß mir aber erst ein 90° Winkelstück besorgen da der Schlauch sich stark durchbiegt.
Micha
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 03:39
von Rudi
Saxorotti hat geschrieben:kannst du an der membranplatte an dem anschluss fürs dekoventil anschliessen. bringt nichts besonderes. nimm aber keine vom roller sondern welche für 30ccm vom goped.
Hallo
Habe gerade mal geschaut die Firma Goped ist bei mir gegenüber!
So 2 km weg..
Gruß Rudi
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 13:27
von Sparky
Hallo Dampframme,
Danke für die Info, dann bist Du ja schon mittendrin im Testprogramm!
Der schlechte Kaltstart ist leicht zu erklären: Das Gemisch muss erst nach und nach die Luft in der Bottle ersetzen, bevor's im Brennraum so richtig ankommt.
Damit die Bottle was bringt in Bezug auf Höchstgeschwindigkeit, sollte sie in Resonanz kommen bei der "gewünschten" Geschwindigkeit - sagen wir 5km/h schneller als vorher möglich - bzw. bei der entsprechenden Motordrehzahl=Frequenz. Die Bottle muss dazu quasi "abgestimmt" werden. Ihre Resonanzfrequenz hängt ab vom Flaschenvolumen und von der Schlauchlänge/Durchmesser (ist im Grunde ein Feder-Masse-System). Beim Pusten z.B. quer über eine Bierflasche wird die Resonanzfrequenz ebenfalls angeregt. Das Ganze ist 'ne Rechenaufgabe. Kürzerer Schlauch/kleinerer Durchmesser/kleineres Flaschenvolumen=höhere Frequenz. Die Reibung im Schlauch ist aber eher ungünstig, der Schlauchdurchmesser sollte daher möglichst groß sein. Keine scharfen Biegungen. Für eine gute Resonanz sorgt auch ein schön konischer kantenfreier Übergang zwischen Flasche und Schlauch.
Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein.
Hoffe, Dir damit evtl. geholfen zu haben.
Vielleicht rechne ich das mal... :?
Grüße - Sparky
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 13:58
von Dampframme
@ Sparki
Wie weit bist du denn mit dem Testen, oder wartest du bis andere damit fertig sind.
Du gibst nur gute Ratschläge , teste doch mal selbst an deiner Saxo und schreibe dann über deine erfolge.
micha
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 17:19
von Kalle
Ich hatte 1985 mal eine 125er-Yamaha mit so 'nem Teil. Da hieß das YEIS - Yamaha-Energy-Induction-System und das Moped war trotzdem untenrum (oben aber auch :lol: ) ziemlich schwachbrüstig.
Ich habe das Ding leider nie versuchshalber abgeklemmt. richtig abgestimmt müßte sowas eigentlich wirklich was bringen.
Heißt das System dann MEIS, DEIS oder SEIS (Michael- / Dampframme- oder Sachs-Energy-Induction-System)?
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 21:16
von Dampframme
Ein Boost bootle wurde für das Drehmoment von unten herraus entwickelt, bessere Beschleunigung , aber an höhere Endgeschwindigkeit nicht, wie denn auch. Bei einmal Beschleuigen ist die Flasche leer.
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 21:32
von Sparky
Hallo Dampframme,
Dampframme hat geschrieben:Bei einmal Beschleuigen ist die Flasche leer.
es dürfte ein Mißverständnis vorliegen.
Die "Boost Bottle" hat nichts mir einer Lachgas(N2O)-Zudosierung zu tun.
Es ist etwas ganz anderes. Siehe meinen Link oder bei Google.
Grüße - Sparky
Re: Frage: Gibt's Erfahrungen mit einer "Boost Bottle"?
Verfasst: Donnerstag 20. November 2008, 21:38
von Sparky
Hallo Dampframme,
diesen Text wollte ich löschen aber es KLAPPTE NICHT!
Grüße - Sparky