leider wieder mit originalmotor unterwegs

Saxonette, Spartamet und andere
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Urban

leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von Urban »

Das war ein Schock heute,
ich wollte gerade unsere 2 Saxonetten aufs Wohnmobil laden um Morgen Nachmittag loszugondeln, da überkam es mich und obwohl es nach Regen aussah schmiß ich meine Ratte an, aber leider trennte die Kupplung nicht mehr...bin dann trotzdem ein paar Kilometer gefahren aber der Zustand blieb leider. Also entschloß ich mich meinen alten Deutschgetriebemotor serienmäßig nur mit T-Modul wieder einzubauen. TNT und ich haben das Teil dann gewechselt und eine probefahrt zeigte das der originale Rattenmotor mit dem Sportluftfilter und einer 43 Düse schlecht harmonierte, also wieder Papierfilter rein und eine erneute probefahrt gemacht.
Puhhh auf gerader Strecke 24-25 und mit etwas Rückenwind oder leicht Bergrunter 26-27 das ist schon eine Umstellung, man lernt wieder die Langsamkeit der gemächlich vorbeiziehenden Landschaft kennen.

Aber Hauptsache man ist unterwegs mobil....und ich freue mich schon drauf wenn TNT mit mir als Lehrling meinem schnellen Rattenmotor wieder Leben einhaucht.




LangsameGrüße
Urban
Jörg

Re: leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von Jörg »

Da schon häufiger über Korrosion im Inneren der Motoren nach längerer Standzeit berichtet wurde ,sollten sich die Betroffenen mal Gedanken über eine Konservierung machen .Ich habe dieses Problem durch die Verwendung eines speziellen Motorenöls gelöst .In meinem Fall das Addinol MZ 408 oder alternativ Castrol 2- T Racing Greentec.Diese biologisch abbaubaren Öle sind beide laut Datenblätter der Hersteller auf Grund ihrer besonderen Eigenschaften auch als Konservierungsöl bei längerer Standzeit beschrieben .Ich mache eigentlich nichts weiter ,als nur mein Öl verwenden ,das allerdings 1:50 .Ich habe bisher noch keine Probleme mit hackenden Kupplungen im Frühjahr gehabt .Außerdem ist es beruhigend wenn ich weiß ,das eigentlich nichts passieren kann ....Monate stehen ,anwerfen losfahren ...
Sparky

Re: leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von Sparky »

Hallo zusammen,
zum Thema Innenkorrosion fällt mit auch was Schönes ein,
und das wollte auch schon mal als eigenes Thema posten:

Korrosion braucht
1. Feuchtigkeit,
2. eventuelle Korrosionsförderer wie z.B. Säuren und
3. ein ungeschützte Eisenoberfläche

Punkt 3 wird durch die Eisenoberfläche benetzende Flüssigkeiten gelöst (z.B. durch das von Jörg erwähnte Öl).
Punkt 2 wird oft mit Benzinresten erklärt bzw. mit darin enthaltenen säurebildenden Stoffen, z.B. Schwefelverbindungen. Aber heutiges Benzin ist praktisch frei von Schwefelverbindungen sowie von Bleizusätzen und "Ausputzeradditiven", so dass das meiner Meinung nach nicht die Korrosionsursache sein kann. Die Kohlenwasserstoffe im Benzin wirken jedenfalls nicht korrosiv!

Bleibt noch Punkt 1, die Feuchtigkeit. Aber wo soll die herkommen? Ganz einfach:
Vor allem nach vorherigem Kurzzeitbetrieb steckt jede Menge feuchter saurer Sabber im Auspuff bzw. in der Steinwolle dort. Aber wie kommen diese Feuchtigkeit und diese Säuren zurück in's Kurbelhaus? Genau da liegt der (Oster)hase im Pfeffer, denn wenn der Motor an UT stehenbleibt (was er gerne tut) und nach dem Abstellen nicht auf OT gezogen wird, sind alle Kanäle im Zylinder OFFEN und es gibt einen freien Gasaustausch zwischen Auspuff und Kurbelhaus via Brennraum. Nicht nur durch Strömung, sondern auch durch Gasdiffusion kann einiges davon zurück in's Kurbelhaus gelangen, zumal wenn reichlich Zeit zur Verfügung steht.

Fazit: Vor der Winterruhe Auspuff schön heißfahren und nach dem Motorstopp
den Kolben dann noch auf OT ziehen, um das Kurbelhaus vom Auspuff zu "trennen".
Vor allem keine kurzen "Testläufe" während das Winters, und den Kolben danach auf UT stehenlassen!
Denn auf diese Weise entstehen Feuchtigkeit und flüchtige saure Verbrennungsprodukte,
die erstmal nur den Auspuff "verseuchen" ... aber dann auch noch das Kurbelhaus ...

Ostergrüße - Sparky :wink: @}->--
Friedhelm

Re: leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von Friedhelm »

Hi, urban,

Ja da mußt du mal selber in die tasten greifen. Tut dir bestimmt gut. :*)

Schöne ostern, friedhelm
odalricus

Re: leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von odalricus »

Grüß Euch,
Aber heutiges Benzin ist praktisch frei von Schwefelverbindungen sowie von Bleizusätzen und "Ausputzeradditiven", so dass das meiner Meinung nach nicht die Korrosionsursache sein kann. Die Kohlenwasserstoffe im Benzin wirken jedenfalls nicht korrosiv!
Feuchtigkeit/Wasser kann auch aus dem Methanolanteil stammen, der dem heutigen Benzin zwangsweise aus Umweltgründen beigemischt wird.

Da bin ich mir nicht so sicher, daß sich das bei längerer Standzeit nicht entmischt und dann in den Motoren und Tanks böses anrichtet. Möglicherweise ist es doch gut, den Vergaser leer zu fahren und dem Motor im Herbst eine Portion Öl in den Zylinder zu geben und das mittels Durchdrehens zu verteilen. Über den Winter einen Öllappen in das Auspuffendrohr zu stecken schadet sicherlich auch nicht.

Zum zerflexen freigegeben
Sparky

Re: leider wieder mit originalmotor unterwegs

Beitrag von Sparky »

Hallo zusammen,
das mit dem Alkohol stimmt, hatte ich glatt vergessen.
Ist zwar kein Methanol, sondern Ethanol (Ethylalkohol, Biosprit oder synthetisch),
hat aber einen ähnlichen Effekt: Zusammen mit Wasser oder Feuchtigkeit ENTMISCHT
das Zeug aus dem Benzin heraus und bildet kleine (!) Tropfen aus Ethanol/Wasser unterm Benzin.
ABER: Das passiert praktisch nur im Tank und macht darum eigentlich nur im Vergaser Ärger.
Außerdem ist das Benzin und auch das Ethanol im Kurbelhaus schnell quasi "weg".
Verdunstet. Entmischung ist dann kein Thema mehr.
Entscheidend ist, dass später keine Feuchtigkeit von irgendwoher "nachgeliefert" wird.
Und da ist der feuchte Auspuffrotz via offenem UT-Brennraum eine wirklich massive Quelle.

Vergaserleerfahren vor dem Abstellen verfolgt vor allem den Zweck, Ölverharzungen im Düsenstock
oder Korrosionserscheinungen am Zinkdruckguss des Vergasers (Leerlaufdüse!) vorzubeugen,
wo sich die feinen Wassertröpfchen auch gerne mal festsetzen.
Auf die Korrosion im Kurbelhaus können die im Tank während vieler Monate
durch Feuchtigkeit und Entmischung gebildeten Wassertropfen keinen Einfluss haben.

Extraöl von außen in den Zylinder schützt zwar den Kolben/Kolbenring vor Festrottung im Zylinder.
Aber weiter nach innen, an die Lager und die Kupplung, kann es nicht kommen.
Ist der Kolben jedoch bei OT, dann ist das Kurbelhaus damit noch besser gegen den feuchten Auspuff abgedichtet.

Ostermontagsgrüße - Sparky :wink: @}->--
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