Analyse eines 699er Motors von Rotary
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Jörg
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Das Hauptproblem am 599er ist doch das brechende ,obere Pleuellager.Wenn man nur das Gehäuse nimmt und dieses neu bestückt,hat man den Vorteil des abnehmbaren Zylinderkopfes.Auch wenn man diesen nicht unbedingt zwecks höherer Verdichtung bearbeiten muß ,so hat man doch den Vorteil ,den Motor zum Entkohlen nicht öffnen zu müssen .Allerdings dürfte sich kaum noch Ölkohle absetzten ( Offenes Modul ,gutes Öl ).Noch einen Vorteil bietet der abnehmbare Kopf ,durch die gute Draufsicht kann das Kleeblatt ganz exakt den Überströmkanälen angepaßt werden.
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Dieter-K
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Hallo Jörg,
wer einen 599er (nicht den 699er) neu bestückt, hat weiter ein großes Problem. Die Zylindermaße: Weit in Kerzennähe und eng am Kurbelgehäuse. Bernd hatte vor geraumer Zeit einen Unterschied von einigen zehntel Millimeter (!) gemessen.
Das ist bei den Rotary-Motoren (699), die Bernd und ich vermessen haben ganz anders. Bei Bernds Motor war es mit 8/100mm akzeptabel, bei dem von mir gemessenen Motor waren die Maßabweichungen oben/unten und quer/längs excellent.
Es mag auch gute 599er Motoren gegeben haben. Messwerte von guten gibt's aber bisher nicht. Stattdessen eine umfassende Schrottbilanz und Kulanzverweigerung von Seiten des Herstellers. 599er sind noch als Neumotoren im Handel!
Grüße - Dieter
wer einen 599er (nicht den 699er) neu bestückt, hat weiter ein großes Problem. Die Zylindermaße: Weit in Kerzennähe und eng am Kurbelgehäuse. Bernd hatte vor geraumer Zeit einen Unterschied von einigen zehntel Millimeter (!) gemessen.
Das ist bei den Rotary-Motoren (699), die Bernd und ich vermessen haben ganz anders. Bei Bernds Motor war es mit 8/100mm akzeptabel, bei dem von mir gemessenen Motor waren die Maßabweichungen oben/unten und quer/längs excellent.
Es mag auch gute 599er Motoren gegeben haben. Messwerte von guten gibt's aber bisher nicht. Stattdessen eine umfassende Schrottbilanz und Kulanzverweigerung von Seiten des Herstellers. 599er sind noch als Neumotoren im Handel!
Grüße - Dieter
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Moin Moin Dieter!
Danke für deine Auskünfte!
Gestern war ich endlich mal mit meiner umgebauten Saxonette draußen und muss sagen ist ok, wenn es so bleibt ....
Kein Klappern 31 km/h (D)
Nur die Abstimmung ist noch nicht so gut mit Dauerfilter.
Bräuchte größere Düsen (43 ist drin) gibt es die Original oder Düsenreibahle?
699 mit NL Getriebe sind bei meinen Gewichtsverhältnissen nicht Optimal (180 KG mit Saxo)
Da wäre die Deutsche Untersetzung hilfreich.
Werde mal Erkundigungen einziehen.
Aber ich glaube nicht das es extra ein D Modell gibt.
Nur wie waren den die Hudsons hier in D Land unterwegs als Mofa oder als Leichtmofa?
Gruß Rudi-HH

Danke für deine Auskünfte!
Gestern war ich endlich mal mit meiner umgebauten Saxonette draußen und muss sagen ist ok, wenn es so bleibt ....
Kein Klappern 31 km/h (D)
Nur die Abstimmung ist noch nicht so gut mit Dauerfilter.
Bräuchte größere Düsen (43 ist drin) gibt es die Original oder Düsenreibahle?
699 mit NL Getriebe sind bei meinen Gewichtsverhältnissen nicht Optimal (180 KG mit Saxo)
Da wäre die Deutsche Untersetzung hilfreich.
Werde mal Erkundigungen einziehen.
Aber ich glaube nicht das es extra ein D Modell gibt.
Nur wie waren den die Hudsons hier in D Land unterwegs als Mofa oder als Leichtmofa?
Gruß Rudi-HH
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. 
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky
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Dieter-K
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Hallo Rudi,
Hudsons sind zum Teil mit deutschem Getriebe unterwegs. Die haben dann keinen Rotary-Motor. Frag mal Old-Bibbi.
Die letzten Hudson waren als EU-Modelle mit in deutsch verfassten Originalpapieren als 25er Version unterwegs. Dann mit Rotary-Motor. Töff-Dieter hat so eine. Bernd auch.
Von Roland habe ich original Bingdüsen leihweise. Die hat er bei Strebulator gekauft. Diese Düsen haben aber nicht den Ansatz für den Wasserabscheider.
Bing 46 oder Bing 48 wäre das nächst Größere.
Grüße - Dieter

Hudsons sind zum Teil mit deutschem Getriebe unterwegs. Die haben dann keinen Rotary-Motor. Frag mal Old-Bibbi.
Die letzten Hudson waren als EU-Modelle mit in deutsch verfassten Originalpapieren als 25er Version unterwegs. Dann mit Rotary-Motor. Töff-Dieter hat so eine. Bernd auch.
Von Roland habe ich original Bingdüsen leihweise. Die hat er bei Strebulator gekauft. Diese Düsen haben aber nicht den Ansatz für den Wasserabscheider.
Bing 46 oder Bing 48 wäre das nächst Größere.
Grüße - Dieter

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Jörg
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Habe heute meinen 599er mit geliehenem Spezialwerkzeug vermessen,ich habe etliche Meßpunkte gewählt ,der größte Unterschied waren gut 1 Hundertstel mm.Ich denke so schlecht ist der Motor nicht....Habe mich auch gleich daran gemacht den Kopf zu bearbeiten .Wegen Urlaub meines Lieblingsdrehers und meiner Ungeduld habe ich es nun so gemacht wie in meiner Jugend.Kopf in den Schraubstock gespannt und kreuzweise an der Dichtfläche gefeilt.Anschließend habe ich den Kopf auf immer feiner werdendem ,auf einer Glasplatte liegendem Schleifpapier abgezogen ,bis die Dichtfläche spiegelblank war .Allerdings müssen die Paßstifte und die Zylinderkopfschrauben um den Betrag gekürzt werden ,die vom Kopf nun fehlen.In meinem Fall 1mm.Mal sehen ,wie das Ding läuft.Meine Sorge ist nur die Quetschkante,die ist doch nun ganz schön geschrumpft,besonders die relativ gerade Fläche in Höhe des Dekoventils hat mich schon dazu bewogen diese eventuell nachzuarbeiten.Anstelle des Dekos wird eine Schraube montiert ,die könnte man in Form des Brennraumes mit dem Dremel bearbeiten.Der Kolben steht im OT über die Zylinderlauffläche um ca.1mm hinaus ,eine Erklärung für die Fase am Feuersteg der aktuellen Kolben.
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Dieter-K
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Hallo Jörg,
1mm Luft bis zur Quetschkante reicht in Tunerkreisen aus.
Wenn es auch gute 599er gibt, dann muss mehr darüber verkündet werden, finde ich.
Die Gussnummer Jan/04 auf dem Zylinder ist ein mittelfristiges Todesurteil für den Motor.
Aber die guten Gussnummern verkündet niemand! Mach' du bitte den Anfang!
1/100mm Durchmesserabweichung erreichen meine besten Motoren nicht. Dir traue ich zu, dass du sorgfältig bist und richtig gemessen hast.
Grüße - Dieter
1mm Luft bis zur Quetschkante reicht in Tunerkreisen aus.
Wenn es auch gute 599er gibt, dann muss mehr darüber verkündet werden, finde ich.
Die Gussnummer Jan/04 auf dem Zylinder ist ein mittelfristiges Todesurteil für den Motor.
Aber die guten Gussnummern verkündet niemand! Mach' du bitte den Anfang!
1/100mm Durchmesserabweichung erreichen meine besten Motoren nicht. Dir traue ich zu, dass du sorgfältig bist und richtig gemessen hast.
Grüße - Dieter
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Moin Moin....
Messen kann ich ja nicht aber meiner Läuft jetzt schon seit 2 Jahren und ca 8000 km einwandfrei.
Die Zylinderkopfbearbeitung habe ich genau so gemacht ! Endlich mal noch jemand der das kann!!
Bei mir ist auch nur 1mm übrig was sich als nicht Problematisch herausgestellt hat.
Mein Motor hat das Guss Datum 01.04.....


Gruß Rudi-HH

Messen kann ich ja nicht aber meiner Läuft jetzt schon seit 2 Jahren und ca 8000 km einwandfrei.
Die Zylinderkopfbearbeitung habe ich genau so gemacht ! Endlich mal noch jemand der das kann!!
Bei mir ist auch nur 1mm übrig was sich als nicht Problematisch herausgestellt hat.
Mein Motor hat das Guss Datum 01.04.....


Gruß Rudi-HH
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. 
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky
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Jörg
Re: Analyse eines 699er Motors von Rotary
Ich traue es mir ja kaum zu sagen ,aber auch mein Zylinder ist von 1/04.......das " Hinterteil" von 2/04 und trägt die 399er Kennung.Das Gehäuse ist eine 20er Ausführung,eine Kennung oben auf den Zylinderrippen ist nicht vorhanden ,lediglich auf den Rippen des Kopfes steht " S 301 ".Noch eine Anmerkung zur Beschichtung der Lauffläche,diese sieht blank ,fast wie verchromt aus ,dies kenne ich von chinesischen Pocketbikemotoren.....Diese Beschichtung ist extrem hart,ein Stück davon ragt über die Zylinderlauffläche in Richtung Kopf hinaus ,beim Schleifen des Kopfes habe ich versucht diesen Überstand bei dieser Gelegenheit mit abzuplanen,Fehlanzeige ! Das Zeug ist so hart,daß das Schleifpapier nicht angreifen konnte .Ich habe auch den Eindruck ,das die Beschichtung als solche sehr dick aufgetragen ist,der genannte Überstand sieht wie eine dünne Hülse aus.Rudis Erfahrungen machen mir Mut den Motor zu fahren,seine gefahrenen 8000 km mit deutschem Getriebe wären auf meinen geplanten Holländer umgerechnet noch viel mehr,da würde der Motor bei mir als Schönwetterfahrer theoretisch viele Jahre halten .Bei der zu erwarteten höheren Motorleistung auf Grund der Verdichtungserhöhung habe ich auch schon über einen Getriebeumbau a la MB-Matze und Bernd nachgedacht......na mal sehen,das Jahr ist noch lang.Übrigens Bernd.....irgendwie fehlt er mir ......