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Neue Erkenntnisse zu meinen Vergaser 3D-Druckteilen

Verfasst: Mittwoch 23. September 2026, 15:26
von Sporti
Ich habe bekanntlich mehrere TK- und Bing Vergaserteile aus 3D-Druck bereitgestellt.
https://www.thingiverse.com/SPORTIDESIGN/designs
Dazu habe ich empfohlen ( das tue ich immer noch, wegen der unerreichbaren hohen Qualität ) ,
die Teile bei einem Dienstleister von www.protiq.com in Sinter PA 12 drucken zu lassen.
In Anbetracht dessen, das einige Teile nicht mehr lieferbar sind, bzw. Old Stock sind und daher nicht mehr neu aber brüchig, eine gute alte Naive.
Bei den Vergaserdeckeln habe ich es bisher nicht geschafft, sie stabil genug zu drucken, der Hebel brach kurz nach Montage.
Zudem sind sie nicht benzindicht.
Bei den gedruckten.Schwimmerkammern lief das Benzin so durch, als ob da keine Wand wäre.
Jetzt habe ich auf Youtube gesehen, wie man 3D-Druckteile wasserdicht machen kann.

Zudem habe ich seit längerer Zeit eine Bezugsquelle in meiner Nähe, wo ich PETG mit hervorragender Qualität, wie ich sie bisher nicht hatte, beziehen kann.
https://www.filamentcore.de/shop/
Maßhaltigkeit und Layerhaftung sind besser als je zuvor.. Seitdem kaufe ich kein PLA mehr, da PETG in vielen Farben lieferbar ist, hitzebeständiger und keinerlei Nachteile mehr hat. ( Auch preislich )

Also, um 3D-Filament-Druckteile wasserdicht zu machen, sollte man einige 3d-Druckeinstellungen ändern:
1. Den Fluss von 100% auf 105 % ändern
2. Layerhöhe 0,16 mm
3- Die Drucktemperatur ca. 10 grd höher, wie vorgegeben einzustellen, bei meinem Material wäre das 260 grd
4. Plattformtemperatur 70 grd.
5. Druckgeschwindigkeit 70 %
6. Füllung: 100% ( soll auch mit weniger gehen, aber empfehle ich nicht )
7.Bei einer 0,6 mm Düse die Wandstärken auf 1,6 und mehr erhöhen. (Standard ist 0,8 mm)

Mit diesen Einstellungen druckte ich dann eine Bing Vergaserplatte und eine Schwimmerkammer.
Habe die Schwimmerkammer mit Benzin gefüllt.
Das Ergebnis war erheblich besser aber leider noch nicht gut genug.
Nach kurzer Zeit diffundierte doch etwas Benzin durch.
Also vielleicht ist sie jetzt wasserdicht, das heißt aber noch lange nicht benzindicht.
In einigen Filmen wird "Dichtol" empfohlen, um Teile Wasser- und Gasdicht zu machen.
Abgesehen davon, das ich nicht weiß, ob benzinresistent, ist das Zeug schweineteuer, so 100 g ca. 20 Euro
https://www.youtube.com/watch?v=pVqEDrHGIdI

Ich habe die Schwimmerkammer mit benzinfestem Auto Klarlack von innen lackiert.
Danach kam kein Benzin mehr durch.
Die Deckelplatte wurde auch lackiert, auch in den Einlassstutzen hinein gesprüht, um sie komplett benzindicht zu machen.
Habe die Deckelplatte fertig montiert und siehe da. Sie ist jetzt stabil genug, besseres Material und optimierte Druckeinstellungen taten ihren Beitrag dazu.
Also:
Sieht vielversprechend aus.
Meine Schwimmerkammerdichtung aus TPU hat aber nicht funktioniert, weil mit A95 Shore zu hart. Sie verbiegt die Schwimmerkammer schon beim Anschrauben..
Daher ist die originale 1,5 mmKorkdichtung erste Wahl. Aber die TPU Dichtung oben als Papierersatz funktioniert.
Jetzt sollte ein Langzeittest herausfinden, ob das ganze auch länger funktionockelt.
Auf Erfahrungsberichte bin ich gespannt. Daann mache ich auch einen Film darüber.
Sporti
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