Die bestellten Teile wurden geliefert und ganz untätig war ich zwischenzeitlich auch nicht. Ich hatte mir schon ein 3mm Stahlseil aus dem Baumarkt besorgt und auch in die Startvorrichtung eingebaut. Das angeblich weiche Drahtseil war dann doch nicht ganz so weich und die Funktion der Starteinrichtung war manchmal nicht so richtig . Größenteils wurde das Seil wieder ganz eingezogen und manchmal hing es aber noch so ca. 2cm noch raus. Zu steif das Seil .
Das Seil hatte aber in der kurzen Zeit wo es in Gebrauch war schon eine Schleifspur in der Endhülse hinterlassen .
Der Einwurf/Verdacht von HG traf/trifft also voll zu und auch Timo hat mit seinem Ratschlag zum Entgraten voll recht . Bei Seilauszug bis zum Anschlag schleift das Seil dann auch noch verstärkt an der Endhülse der Seilführung .
Das Schrägziehen ( bei Kranen ist Schrägziehen mit dem Seil verboten) wird dann noch ein Weiteres zum Seilriss beitragen und das verwendete Standardseil (habe ich mir eingelesen) unterliegt auch noch einem chemischen Zersetzungsprozess . Das Material versprödet mit der Zeit.
Ich habe dann das Standart- und Dyneemaseil je 100x mit Schrägzug per Hand dem Scheuern an der Endhülse ausgesetzt und dann hier das Ergebnis . Links Standart,rechts Dyneema :
Nach dem Entgraten der Endhülse(n) waren dann bei gleichem Versuch kaum noch Abnutzungsspuren am Seil zu sehen .
Bei dem Standartseil ein bisserl und bei Dyneema gar ganix .
Weiterhin Schneideversuch am Dyneema und Ergebnis nach Glattziehen . Mit der Seitenschneiderspitze 10tel für 10tel mm konnte ich das Seil dann schneiden und auch mit einem Teppichmesser – mit Mühe .
Seil Dyneema also
Da ich dass Experimentieren aber nicht lassen kann dann noch eine eigene Überlegung zu der Feststellung von HG – dem Scheuern. Auf jeden fall die Hülsen entgraten würde ich auch anraten und ich habe dann nicht ein dickeres sondern ein dünneres ummanteltes Stahlseil in Gesamtstärke 2mm aufgelegt .
So bekommt man dann mehr Seil auf die Seilscheibe und es kommt bei Anwerfen nicht mehr zu einem Vollauszug des Seils. Restseil bleibt auf der Scheibe, der Winkel am Seil bei der Seildurchführung zur Seilscheibe wird flacher und der Schrägzug entfällt . Mal ausgemessen . Mit 176 cm Körpergröße ziehe ich bei einem Startversuch das Seil bis fast Schulterhöhe . 120cm Standartseil in 3mm Stärke wird dabei bis zum Anschlag rausgezogen. Bis Anschlag rausziehen iss nix gut .
Betreibe ich die Anlage aber nun mit 2mm Seil ziehe ich das Seil auch nur bis ca. Schulterhöhe. Es bleibt aber noch ca. 25cm Seil auf der Seilscheibe weil : Bis 145cm könnte ich nun nämlich rausziehen bis zum Anschlag . Nix bis Anschlag ziehen ist gut und die Zugkraft steckt dass dünnere Seil allemale weg. Das 2mm Stahlseil mit Ummantelung ist bei meiner Saxo montiert und die Endhülsen sind entgratet . Die Anlage ist probiert , funktioniert gut und wird zu Versuchszweck bis auf Weiteres damit betrieben . Ich behaupte dann auch mal dass dieses Seil eine seehr gaanz lange Zeit nun den Dienst nicht versagen wird.
Für alle anderen Saxofahrer aber würde ich ein 2mm Dyneemaseil empfehlen und davon soviel wie möglich auf die Seilscheibe bringen und natürlich ein Entgraten der Endhülsen nicht zu vergessen . Ich behaupte dann mal : Fahren damit bis dass der Tod uns scheidet .
Der nicht ganz so gesund Kerl mit dem gerissen Seil den ich Threatanfangs erwähnte wird aber demnächst mit dem 3mm Dyneema (welches ich ja schon habe) versorgt werden und die Seilendhülsen werden natürlich auch entgratet . Schön mal über diese Sache gesprochen zu haben und schön wenn die ganze Mühe und die Auskünfte der Schreiber in diesem Thread dazu beitragen das Fahren mit der Saxo dann noch ein bisserl mehr schadenfreier zu gestalten.
Gruß Dietmar