Hallo Dieter,
auf dem Foto in Bernds NL-Link vom großen Getrieberad sieht es ein wenig so aus, als ob die Zähne quasi von der spitz zulaufenden Seite her den Schlag erhielten (auf dem Foto also von links nach rechts), so dass sie minimal nach rechts verbogen erscheinen. Wenn ich mir nun Bernds Fotos bezüglich der Drehrichtung her ansehe (Verzahnung aufsteigend), dann ist das die "Arbeitsrichtung" der Wurmwelle auf der Glockenseite, wo die Wurmwelle ja ebenfalls die Hauptschäden zeigt.
Auf der Topflagerseite wäre der Schlag andersherum gekommen,
vom Wurmwellenende her auf die flach auslaufenden Seiten der Zahnflanken.
Reibverschweißung hin oder her - wenn die Wurmwelle heiß und weich (!) geworden ist und darum nur noch auf die glockenseitigen Zahnflankenenden des großen Rades hackt, dann wäre das auch schon ein Grund für die glockenseitigen Abplatzungen dort.
Noch ein Argument für eine glühendheiße Wurmwelle / Schläge nicht topflagerseitig:
Normalerweise würde bei solchen Belastungen ja eher die harte, aber zarte Wurmwelle brechen.
In diesem Fall tat sie das wohl nur deshalb nicht, weil sie bereits weichgeglüht war.
Da sind dann eben unter der punktuell hohen Belastung die glockenseitigen Zahnflankenspitzen
des großen Getrieberades weggebrochen..
Aber ich kann mich natürlich auch irren...
Konstruktive Grüße - Sparky
