* WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Saxonette, Spartamet und andere
Töff-Dieter

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Töff-Dieter »

Hy Sparky,
Es weilen doch mehr Choriphäen unter unseren Mitgliedern,als man dem ersten Augenschein nach annehmen sollte *THUMBS UP*
Sehr gut begründete Erklärung!!!!

Grüße an alle aus dem Departement "Rhone-Alpes" (Isere-38-) .Unserer 2.Heimat!
Heute:15° C und sonnig!!

Töff-Dieter
Dieter-K

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Dieter-K »

Hallo Detektive,

für mich ist der Schaden auf Gewaltbruch zurückzuführen.
Da wandert etwa eine Nadel aus dem Topflager heraus, und die Zahnflanke crasht.

Am härtesten sind Wälzkörper in Lagern, also Kugeln oder Nadeln.
Erst dann kommen die Zahnräder, wobei ich die Wurmwelle qualitiv besser härten würde als das Großrad.
Die Häufigkeit der Zahneingriffe ist ja bei der Wurmwelle 27mal so hoch wie am Großrad.

Wird eigentlich irgendwo gesagt, dass die Ausbrüche an der Kupplungsseite liegen?
Aufgrund des Fotos tippe ich eher auf die Topflagerseite.

Dieter
Sparky

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Sparky »

Hallo Dieter,
auf dem Foto in Bernds NL-Link vom großen Getrieberad sieht es ein wenig so aus, als ob die Zähne quasi von der spitz zulaufenden Seite her den Schlag erhielten (auf dem Foto also von links nach rechts), so dass sie minimal nach rechts verbogen erscheinen. Wenn ich mir nun Bernds Fotos bezüglich der Drehrichtung her ansehe (Verzahnung aufsteigend), dann ist das die "Arbeitsrichtung" der Wurmwelle auf der Glockenseite, wo die Wurmwelle ja ebenfalls die Hauptschäden zeigt.
Auf der Topflagerseite wäre der Schlag andersherum gekommen,
vom Wurmwellenende her auf die flach auslaufenden Seiten der Zahnflanken.

Reibverschweißung hin oder her - wenn die Wurmwelle heiß und weich (!) geworden ist und darum nur noch auf die glockenseitigen Zahnflankenenden des großen Rades hackt, dann wäre das auch schon ein Grund für die glockenseitigen Abplatzungen dort.

Noch ein Argument für eine glühendheiße Wurmwelle / Schläge nicht topflagerseitig:
Normalerweise würde bei solchen Belastungen ja eher die harte, aber zarte Wurmwelle brechen.
In diesem Fall tat sie das wohl nur deshalb nicht, weil sie bereits weichgeglüht war.
Da sind dann eben unter der punktuell hohen Belastung die glockenseitigen Zahnflankenspitzen
des großen Getrieberades weggebrochen..

Aber ich kann mich natürlich auch irren...
Konstruktive Grüße - Sparky :wink:
Mike

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Mike »

:wink: *THUMBS UP* Wir bekommen hier noch alle den Nobelpreis für theoretische Physik :muahaha: :ironie:

Wart mal ab Sparky, Dieter hat ja den Johann, der den Schaden hatte am Dienstag gefragt:
...wie groß der axiale Lagerluftspalt (heisst dat so?) ist bzw. war und was er von unseren Theorien hier hält.

Prutser vom NL Forum liest hier auch schon gespannt mit, was wir so an Theorien haben. :welcome:

Servus
Mike
Zuletzt geändert von Mike am Freitag 12. November 2010, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
nicht mehr Mitglied

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von nicht mehr Mitglied »

Timo hat geschrieben:Hi Bernd,

ich habe hier ein 399er Motor aus einer RABBIT. Der Schaden ist nicht unerheblich.
1. Das Topflager in 2 Teile d.H den Boden rausgeschliffen mit losen Stiften.
2. Wurmwelle gebrochen
3. etliche Zahnradflanken abgebrochen- also Schrott.
Und das alles bei einem NL. :/
Timo
Hier die Bilder von Timo :
nl1.JPG
nl2.JPG
nl3.JPG
nl5.JPG
Timo
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Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Timo »

Danke Bernd fürs einstellen der Fotos.

Kleine Anmerkung noch von mir: das rechte Nadellager war ebenso defekt-lose Stifte. Auch lassen sich eindeutige Abnutzungsspuren an der rechten Seite des Getrieberades feststellen.

Timo
Mike

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Mike »

Hi Timo

wieviel Öl hast Du in dem Motor noch vorgefunden?
Hast Du die abgebrochene Hälfte der Wurmwelle im Sumpf noch vorgefunden (...oder war das schon gebastelt worden und wieder zugemacht)
Zeigte die Wurmwelle Anlauffarben?
Mit viel Hitze könnte man das alles erklären, siehe Sparkys Beitrag.

Sonst wäre da noch eine vergessene Halbscheibe möglich.
Die Kupplungsglocke kann dann mit dem Lager "wandern" und Druck auf das Wurmwellen-Nadellager ausüben und den Topf so abscheren wie auf Timos Bildern.

Servus
Mike
Timo
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Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Timo »

Hallo Mike,
Öl war noch genügend vorhanden.
Die Wurmwelle stecke noch im Topflager, einige kleine Teile im Ölsumpf.
Keine besonderen Farbveränderungen an der Wurmwelle.
Beide Lagersicherungen auch da.

Ich konnte auch nicht feststellen das der Motor schon einmal geöffnet wurde- original Dichtmasse.

Ich tippe auf ein extremes blockieren der Narbenhülse, denn so einen zerfressenen Stellkonus/(kl.Lager mehre Stücke)habe ich bisher noch nicht in den Händen gehabt. Leider kann ich die anderen defk. Teile nicht mehr finden da ich alles schon in die Tonne geschmissen hatte.
Timo
Sparky

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Sparky »

Hallo zusammen,
bei Timos Schaden dürfte es sich im Gegensatz zum "Johann-Problem"
um ein rein mechanisch bedingtes Blockieren von derTopflagerseite her handeln, denn
1. ist die Wurmwelle topflagerseitig abgebrochen,
2. ist das Topflager selbst auch hinüber, und
3. ist das Getrieberad offenbar nur deswegen beschädigt worden.


Hier war die Wurmwelle nie glühend, denn dann wäre sie
weichgeglüht gewesen und deshalb NICHT so leicht gebrochen.

Beide Schäden haben also ganz unterschiedliche Ursachen...
Meint Sparky :wink:
Mike

Re: * WURMWELLENSCHADEN , bei NL Getriebe

Beitrag von Mike »

Seh ich auch so Sparky

Danke für die Ergänzungen Timo.
Hmm, eine Steckachse die beim grossen Kugellager (innen in der Nabenhülse) total "zerfressen" war, hatte ich mal von einem Ebayaner bekommen (Der schickte dann umgehend Ersatz - hatte er nicht gesehen)

Offensichtlich kann es das grosse Lager so zerbröseln, das die Nabenhülse augenblicklich blockiert. (Bruch einer oder mehrerer Kugeln?)
Vermute einen viel zu fest angezogenen Stellkonus als Ursache für dieses Fehlerbild.

Bei meiner Steckachse ist das Schadensbild auf etwa einem Viertel des Umfangs vorhanden - dort aber gut einen 1/4mm tief die gesamte Lauffläche zerstört.

Gruß
Mike
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