Saxonette mit Startschwierigkeiten

Saxonette, Spartamet und andere
Urban

Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von Urban »

Das was man fast nie in Betracht zieht ist , das auch mal eine Zündkerze nicht mehr so richtig will, Lucy,s Luxus wollte auf einem Womotreffen auch nicht mehr schneller laufen als 20 kmH, sprang schlecht an.
Zuhause dann habe ich mich auf einen Vergaserwechsel eingestellt, aber wollte erst einmal das Farbbild der Zündkerze anschauen.
Zündkerze sah ok aus und auch der Abstand stimmte...Farbe dunkles Rehbraun....trotzdem habe ich mal eine neue Kerze reingeschraubt und einfach mal gestartet......viel besser....kleine Probefahrt mit mir auf Anhieb 26 kmH , springt gut an und läuft bestens ein guter Wert da Lucy,s Luxus nur ein Tuningmodul hat .

Wollte das nur mal so am Rande erwähnen, das Problem bei Erwin111 scheint wohl eher auf Vergaser hinzudeuten.




Zündende Grüße
Erwin111

Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von Erwin111 »

Hallo Leute
Vielen Dank für die vielen Ratschläge. Sparky, danke, dass Du mich darauf hingewiesen hast, dass "ohne Choke" = "Starthebelposition 1" ist. Dein Hinweis, einen abgesoffenen Motor wieder zum Laufen zu bringen, wird mir sicherlich nützlich sein, wenn die Maschine wieder funktioniert. Kerze rausschrauben und sauber machen ist zuhause sicherlich kein Problem, aber wenn man unterwegs ist und eigentlich saubere Hände behalten möchte, wäre Dein Vorschlag vielleicht eine gute Alternative. Ich bin gespannt auf den Rat, den Horst mir geben kann. Gibt es eigentlich Reparaturanleitungen für solche Motorfahrräder ? Bei der Reparatur von Autos waren mir die entsprechenden Anleitungen immer eine große Hilfe. Im Netz habe ich eine Datei mit der Darstellung des Aufbaus des Vergasers der Saxonette gefunden, die mir aber nur für den Erfahrenen von Nutzen erscheint. Wie dem auch sei, ich werde wohl letztlich den Vergaser auseindernehmen müssen, da alles darauf hindeutet, dass er die Ursache des Problems ist. Wenn ich ihn nicht wieder zusammengebaut bekomme, muß ich halt einen neuen Kompletten als Ersatzteil kaufen. Ich halte Euch auf dem Laufenden, was schließlich herauskommen wird. Übrigens, als ich die Abdeckung zum Luftfilter usw. abgeschraubt habe, ist mir aufgefallen, dass in dem Bereich, hinter dem sich das Anzugsseil befindet, alles voller Aluminiumspäne lag. Ich hoffe, Ihr könnt meiner fachmännischen Beschreibung entnehmen, von welchem Bereich ich schreibe. Die müssen dort relativ neu sein, denn vorher sind die mir dort nicht aufgefallen. Könnten die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Zündungs- und Leistungsabfallproblem meiner Saxonette stehen ? Ich habe mir die Aggregate in diesem Bereich genau angeschaut, konnte aber keine Quelle ausmachen.
Beste Grüße Gerd (erwin111)
Sparky

Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von Sparky »

Aluspäne? Vermutlich auf der Starterdeckelrückseite innen.
Dann wird eine der Deckelschrauben das Gewinde im Motorblock
schon etwas aufgerödelt haben. Sitzen die Schrauben noch fest?
Immer erst sachte von Hand ins Gewinde drehen und nicht unnötig fest anziehen.
Und die Distanzhülsen im Deckel nicht vergessen, die fallen leicht unbemerkt raus!
Grüße - Sparky
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PeCeBu
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Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von PeCeBu »

Hallo :smile:
evtl. e-starter??
Gruß Peter
winfried

Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von winfried »

Hallo Erwin111,

habe erst heute Den Thread gelesen und will Dir gerne
meine Hilfe anbieten.
Habe vor 3 Wochen meinen Motor/Vergaser komplett zerlegt
und bei unserem Treffen in Wehlingsheide ist er gut gelaufen.
Aber vielleicht ist ja schon wieder alles Ok?
Wenn noch Handlungsbedarf besteht, melde Dich per PN.
Ich wohne nicht so weit von Dir entfernt und Horst kennt den Weg.

Gruß Winfried
Erwin111

Re: Saxonette mit Startschwierigkeiten

Beitrag von Erwin111 »

Hallo Leute
Heute nachmittag war ich mit meiner Rennmaschine, die so gar nicht mehr rennen wollte, bei Horst. Zur Erinnerung: Die Leistung wurde in den letzten Wochen unter Vollgas immer schwächer und der Motor ließ sich im heißen Zustand nicht mehr starten. Horst hat mir in seiner Werkstatt mit Sachverstand und Geduld gezeigt ,wie der Vergaser im Ganzen auszubauen und zu reinigen ist. Wenn man es weiß, ist es eigentlich ganz einfach. Rein optisch machte der Vergaser innen keinen verschmutzten Eindruck. Beim Test an einem Dummy-Motor fiel aber auf, dass bei Rückstellung des Starterhebels von 2 auf 1 die Klappe in unterschiedlichen Positionen hängen blieb. Horst hat den Vergaser mehrfach mit Benzin durchgespült und schließlich war die Klappe wieder gängig. Nach Einbau des Vergasers (aber noch ohne den Gehäusedeckel) ließ sich die Saxonette wieder problemlos starten und nahm auch gut Gas an. Nachdem aber Luftfilter und Gehäusedeckel aufgesetzt waren, war wieder der Leistungseinbruch bei zunehmendem Gas geben zu beobachten. Also hat Horst den Luftfilter gegen einen neuen Originalluftfilter, den er sich auf Lager gelegt hatte, ausgetauscht. Und siehe da, auch dieses Problem war behoben. Anmerken möchte ich, dass der montierte Luftfilter höchstens 100-150 km gelaufen war, optisch nicht schlecht aussah, aber er schien kein Originalersatzteil zu sein. Offensichtlich ist es wichtig, hier ein Orignalersatzteil einzubauen. Ich habe am Schluß das Mofa kurz aber intensiv probegefahren und es lief besser denn je. Lediglich einen Wermutstropfen mischte sich unter die Freude: Ich hattte das Mofa auf einem kleinen Anhänger liegend (auf der Seite ohne den Motor), gut befestigt und gepolstert zu Horst transportieren müssen. Auf eine mir nicht erklärliche Weise ist beim Hintransport der Reifen (Schlauch) des Hinterrads so beschädigt worden, dass er in kurzer Zeit die Luft verliert. Weder Horst noch ich haben eine äußerliche Beschädigung sehen können. Nach Aufpumpen ist auch kein Zischen zu hören, aber kaputt ist er trotzdem. Vielleicht ist das Ventil am Schlauchansatz durch die Scherkräfte beim Transport angerissen. Da der Mantel nach 14 Jahren auch schon etwas in die Jahre gekommen ist, schmerzt der Ersatz von Schlauch und Mantel nicht besonders. Ich werde den Austausch allerdings, weil es wohl etwas aufwändiger ist und besonderen Werkzeugs bedarf, in einer Werkstatt machen lassen.
Horst hat mir neben der Reparatur noch eine Menge wertvolle Ratschläge für den Umgang mit dem Mofa gegeben, die so manches Problem in der Vergangenheit in anderem Licht erscheinen lassen. Auch allen hier im Forum möchte ich nochmals für die Ratschläge und konkreten Hilfsangebote danken. Auf Letztere werde ich gerne bei Bedarf zurückkommen.
Herzliche Grüße aus Meckenheim (bei Bonn)
Gerd (alias erwin111)
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