? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

E-Bike, Pedelec, Elektrofahrrad

? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon DiDi » Sonntag 17. Juli 2016, 17:12

Habe mich in ein E Bike verguckt, es ist ein
2 Hand Rad mit Vollfederung aus 2009 .
Was ich über Akkus lesen konnte das nach 5 Jahren eine Alterung der Zellen gegeben ist ,
mit der sich die Kapazität reduziert .
Hat schon jemand Erfahrungen gesammelt aus der Praxis ob es auch mögliche Ausnahmen gibt
z.b. bei wenig Ladezyklen ,

ein neuer Akku von Bionx liegt bei ca 900,- euro
in CAD oder US Doller umgerechnet das selbe.
Gruß DiDi
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon didiwagener » Sonntag 17. Juli 2016, 21:05

Tja Didi . Erfahrung mit Batterien/Akkus gesammelt.....? Solltest Du in den zig Jahren mit den Energieversorgern eigentlich auch gesammelt haben. Ist Chemie , Ist Zellenalterung die den Dingern zusetzt und mit entsprechender Pflege oder entsprechendem Umgang kann man den unweigerlichen Leistungs/Kapazitätsverlust und das Zellensterben ein bisserl rauszögern . Leistungsverlust und Zellensterben ist aber nicht aufzuhalten.Wie es sich nun mit der Batterie von dem Gebrauchtrad verhält.....? Alter und Pflege.....! Mußt Du dann erfragen und - Entscheiden....!
Kannst ja vorher ein bisserl lesen : http://www.elektronik-kompendium.de/sit ... 810281.htm

Gruß Dietmar
der rein akkubetriebene Elektroautos unter den z.Ztl. Bedingungen für Ottonormalverbraucher untauglich hält.
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon SpaßamFahren » Montag 18. Juli 2016, 09:57

Die Zellalterung wirst du nicht umgehen können.
Wie bei allem in der Welt unterliegen diese einem Veschleiß. Der Mangananteil der Zellen betrifft leider nur die Hochstromfähigkeit.
Erschwerend kommt bei diesen Akkupacks der Zellendrift zwischen den Zellen zu tragen. Dabei altern die einzelnen Zellen des Pakates unerschiedlich schnell und erreichen auch einen unterschiedlichen Ladestand.
Habe da nur Erfahrungen aus dem Modellbau und durch das E-Bike meines Schwiegervaters. Nach so vielen Jahren unterscheiden sich die Zellen zu stark. Eine gesunde Zelle muss den Leistungsverlust einer "defekten" Zelle auffangen und verschleißt dadurch nur noch Stärker.
In den Jahren bis 2012 war auch die Verfügbarkeit von Hochstromzellen ( Sony Konium z.B.) nicht so gut, sodass auch eher minderwertige Zellen eingesetzt wurden. Auch bei der Ladetechnik gab es stetige Entwicklungen. So gehört es zum Beispiel seit 2010 im Modellbau zum Standart jede Zelle eines Akkupacks einzeln zu laden bzw. korrekt gesagt eine einzelne Zelle mit niedrigem Ladestand durch niedrige Ladeströme auf den Ladestand von "frischen" Zellen anzuheben.

Nun aber genug der grauen Theorie, die einem zu Beginn eher verwirren und ab in die Praxis.

Bei der Wahl der Akkutechnik sollte auf folgendes geachtet werden:

1. Zellen aktueller Generation - Viele Hersteller Labeln ihre Packs mit einem Datum. Nur bei geringer Lagerdauer und aktueller Zellentechnik wird man zufrieden sein.
2. Aktuelle Ladetechnik - Ruhig beim Händler bzw. Herrsteller informieren, ob es die Möglichkeit des Zellenbalancing gibt. Die Haltbarkeit einer Packs mit gutem Balancer verdoppelt sich im Schnitt. ( Außer es wurde eine Schadhafte Zelle verbaut.)
3. Konfektionierte Zellen verwenden - Namenhafte Hersteller benutzen nur aufeinander abgestimmte Zellen, um ein Akkupack zu bilden. Dies bringt eine Menge in der Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit einer Zelle.
4. Guter Umgang mit den Zellen - Um lange Spaß mit einem Akkupack zu haben, sollte es wirklich intensiv genutzt werden und immer "optimal" gelagert werden.

Nunja das sind die wichtigsten Dinge bei der Auswahl eines Akkupacks. Alternativ kann man oftmals nur sagen, dass gerade die Teuren Akkus am vielversprechenstens sind.

Nur um mal einen Vergleich anzutreten:
Nutze in meinem Modell einen LiPoMn akku mit zwei in Serie geschalteten Zellen mit einer echten Kapazität von 5000mAh. Aktuell hat das Pack 74 Ladezyklin hinter sich und ca 2% seiner Kapazität eingebüßt. Für meinen utzungsbereich wird es bald Zeit für ein Ausmustern der Zelle, da dadurch die Maximal abzugebene Strom abnimmt. Wir sprechen hier von einem Pack mit einer Nennspannung von 7,4V und einer Kapazität von 5000mAh und einer maximalen Entladeleistung von 50C. Dies bedeutet , dass ich meinen Akku auf Dauer mit bis zu 25A belasten kann. Die Kosten für diesen einfachen Akku lagen 2013 bei 99,-.

Wenn wir das jetzt einmal auf einen E-Bike hochrechnen, der ähnliche Belastungen aushalten muss, bräuchten wir 10 Stück dieser Packs, um auf eine gewisse Reichweite und Haltbarkeit zu kommen. Da liegen wir schon in einem alltäglichen Preisbereich. Hinzukommt noch die Überwachungs und Ladeelektronik, die zusätzlich ein Bikeakkus verbaut wird, um die Ladelektronik so einfach wie möglich zu halten.

Ein wirklich gutes Ladegerät mit Ladecontroller und vernünftigen Lade- bzw. Kontrollprogrammen schlägt nochmals mit 500,- zu Buche.

Damit denke ich hast du dich schon eher für ein günstiges Akkumodell entschieden und man sollte auch nicht vergessen, dass es auch Hersteller gibt, die ihre Akkus stark subventionieren und Akkus als Mietgegenstand anbieten. Bei den Aktuell angebotenen Produkten meiner Meinunug nach die beste Option.

Hoffe habe mit meinem Text nicht noch mehr Verwirrung geschaffen und konnte etwas zur Aufklärung beitragen.

Gruß
Daniel
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon DiDi » Montag 18. Juli 2016, 19:08

Das waren schon mal interessante Hinweis für
mich ,der mit Akkutechnik und benutzen erstmals in Verbindung kommt .
Ein paar Daten noch , das System hat 48V 500Watt Motor und
die derzeit möglich Verfügbaren Akkus von Bionx sind
6.6AH 8.8AH und eventuell 11.4 AH .

Mein Rad-Angebot soll 68 Ladezyklen haben bei 2600 km seid 2009 .

Habe Heute mal bei Bionx angerufen um etwas zu Erfahren . Haben mich gleich abgewimmelt . An
Privatpersonen dürfen keine Informationen gegeben werden.Ausschließlich an Händler .
Der Hersteller von dem RadAngebot hat das
System mittlerweile auf Bosch umgestellt .
Ob ein Händler noch groß interesse hat mit
Bionx in Kontakt zu treten .
Preislich finde ich ca 900,- für einen 8.8Ah Akku
nicht gerade wenig .
Ein Mietakku könnte ich mir als Alternative auch gut vorstellen .
Eine Aufarbeitung mit neuen Zellen kann gehen
bei diesem Akku ist ungünstigerweise das BMS mit im Akku verbaut .
Meistens liegt ein defekt in der Elektronik des BMS vor .
Bionx verkauft diese Platine nicht mehr alleine . In dem Fall bleibt nur ein neuer Akku .
Ob ich das Rad so oft nutzen werde wie es für den Akkubetrieb sinnvoll erscheint , kann ich noch garnicht sagen .
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon SpaßamFahren » Montag 18. Juli 2016, 21:10

Hallo DiDi.

Also für 8.8 Ah Stunden ist der Preis nicht gerade ohne. Ok die Steuerung liegt leider im Akku. Wer macht denn sowas frage ich mich immer. Aber nur so kann man basteln an der Elektronik verhindern.

Mit den Boschantrieben habe ich da schon mehr Erfahrung. Da kann man auch ganz Bequem die Endgeschwindigkeit steigern. Als auch eine Handgas anbringen. Leider nicht mehr StVo konform.

Naja 96 Zyklen ist leider nicht so Aussagekräftig, da man die Akkubelastung leider nie im Blick hatte. Würde an deiner Stelle versuchen das Rad ersteinmal zur Probe zu fahren, ob es dir überhaupt liegt. Bin auch Aufgrund der Akkuproblematik bei der Saxonette gelandet.

Gruß Daniel
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon DiDi » Dienstag 19. Juli 2016, 21:31

Hallo Daniel
bin Heute mal bei einem Händler gewesen , bekomme Nachricht ob es auch 11AH gibt , er bestätigt weiter Guten Kontakt nach Bionx zu haben , erstmal positiv .
Ein Besuch beim 2ten Händler , der hat mir abgeraten das System zu kaufen viel Probleme auch mit dem Motor so wie er sagte, hält keinen Kontakt mehr mit Bionx , gab mir jedoch einen Tip einer Werkstatt die diese Systeme Reparieren sollen .
Draußen hat er genau das Modell stehen in der Größe nur mit Boschantrieb als Testrad .

Mein Angebot steht 300km Entfernt , wenn ich da hin fahre muß schon klar sein das ich es nehme .
Warum sollte der Händler mich mit seinem Testrad fahren lassen , wenn er weiß das ich schon ein anderes Kaufen will , leider war auch gerade Feierabend .

Gruss DiDi
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon SpaßamFahren » Mittwoch 20. Juli 2016, 09:03

Habe mich jetzt auch mal mit meinem E-Bike-Freak kurzgeschlossen und der Rät auch von den BionX-Antrieben ab.
Ist der Meinung, dass die Haltbarkeit nicht so gut ist und die Versorgung mit Werkstätten auch nicht so berauschend ist. Eine Reperatur selber durchzuführen scheint dort auch schwieriger, da BionX wohl viel mit den Controllern usw. jongliert hat.
Ist aber eine reine Wiedergabe dessen, was er mir berichtet hat.
Gut das mit dem Händler habe ich so nicht mitbekommen. Klar das er dir so keine Probefahrt anbieten wird. Und für 300km Anfahrt muss das schon ein fantastisches Angebot sein meiner Meinung nach.

Gruß
Daniel
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon Urban » Mittwoch 20. Juli 2016, 10:31

herzliche Zweiradgrüße
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon DiDi » Mittwoch 20. Juli 2016, 17:27

Am Freitag habe ich einen Termin für das Testrad bekommen , hoffentlich Regnet es nicht
gerade .
Der Link von Urban ist schon mal gut .
Daraus kann man lesen , das Probleme von 2011-2012 auftraten . Es gibt Ersatzteile neu Motor z.b. für 499 ,-.
Bei Liofit kann man Akkus neu machen lassen .
Erstmal positive Aussicht .

Zum Angebot , der Preis ist um 2700-, günstiger
als neu Preis , kommt jetzt noch ein neuer Akku dazu ist es noch 1800-, weniger für ein praktisch neuwertiges Rad .
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Re: ? Haltbarkeit Lithium-Mangan Akku

Beitragvon SpaßamFahren » Mittwoch 20. Juli 2016, 17:32

OK da lohnt sich der Gebrauchtkauf. Kann man wirklich nicht anders sagen.

Gruß
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