Auskunft eBike Motor-Vorderrad

E-Bike, Pedelec, Elektrofahrrad
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Saxoschrauber

Auskunft eBike Motor-Vorderrad

Beitrag von Saxoschrauber » Sonntag 16. Juni 2013, 09:46

Guten Morgen,
Welcher Saxonettenfreund kann mir Auskunft erteilen über einen nachträglichen 250Watt Motor für einen Vorderradantrieb.
Mein Gedanke - Benzin zu sparen der Umwelt wegen, zusätzlich einen eBike Vorderradantrieb einzubauen.
26" Vorderrad mit einem 250Watt 36V bürstenlosen Motor, Controlleinheit, Akku als Trinkflasche am Rahmen, Tretsensor.
Ist eine Kombination eBike mit Hilfsmotor überhaupt gem. Strassenverkehrsordnung erlaubt.
Brauch ich ein TÜV-Gutachten.

Freundliche Grüße
Saxoschrauber

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Sporti
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Re: Auskunft eBike Motor-Vorderrad

Beitrag von Sporti » Sonntag 16. Juni 2013, 10:42

Erlaubt als Pedelec mit Tretsensor im Straßenverjkehr ja, als E-Bike mit Gasgriff nein. Hierzu gelten besondere Bestimmungen, wie Versicherungspflicht.
TÜV-Gutachen nicht erforderlich.
Führerschein nicht erforderlich.
Allerdings sind Kompletträder nicht viel teurer als Bausätze. Außerdem sind viele Räder für den nachträglichen Einbau nicht stabil genug, besonders die Gabeln.
Lese Dir mal die Beiträge von Doran durch. Auch E-Bike Zeitschriften sind hilfreich.

Sporti.
Meine neue Webseite: http://fambalser.wix.com/balser
Am liebsten sind mir die Leute, die keine Ahnung haben und trotzdem die Klappe halten.

Saxoschrauber

Re: Auskunft eBike Motor-Vorderrad

Beitrag von Saxoschrauber » Sonntag 16. Juni 2013, 15:45

Hallo,
herzlichen Dank für die rasche Antwort.
Seit mehr als 8 Monate beschäftigte ich mich mit dem Thema - eBike. Habe mir aus diesem Grund ein eBike mit ausgesuchten Teilen, angefangen mit einem verstärkten eBike Rahmen, sehr stabile Gabel, einen verstärkten Lenker, 250Watt Motor für Vorderradantrieb mit einem 2,34mm Speichen Vorderrad und Hinterrad mit einer 8Gang Shimano Schaltung, mit Rücktrittsbremse und einer verstärkten Hydraulik HS33 Bremse gebaut. Diese Einheit mit Tretsensor und Controllerstufenschaltung am Lenkrad gebaut. Akku passend in einem eBike Rahmen eingebaut. Dieses Elektrofahrrad wurde schon oft bewundert und lässt sich mit ca 19kg leicht fahren.
Aus diesem Grund meine Überlegung warum nicht zusätzlich diese Variante in einer Saxonette einbauen. Diese Sachs-Rahmen sind allgemein sehr stabil sonst würden sie nicht auch als Pedelecs gebaut. Verstärktes Vorderrad + 250Watt Motor incl. einer besseren Federgabel und verstärktem Lenker mit einer drei Stufen Controlleinheit könnte dieser Saxonette + zusätzlich 4kg Mehrgewicht nicht schaden. SachsMotor ausschalten, Tretsensor und Akku einschalten und fertig das Ganze als Fahrrad.
Teuere eBiks kosten im Schnitt um die 2500,00€. Mit ein wenig Geschick, Vorkenntnisse, Geduld und Zeit zum Suchen für alle Komponenten kann ein Gedanke Wirklichkeit werden.
Schönen Abend noch.
Gruss Günter

Kolbenfresser
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Re: Auskunft eBike Motor-Vorderrad

Beitrag von Kolbenfresser » Sonntag 16. Juni 2013, 19:10

Hallo

Zugelassen in einer Saxonette, würde ich mal sagen Nein, Tüv evtl. möglich als Mofa, jedenfalls sehe ich nichts was dagegen spricht.

Ich wollte mal mit meiner Frau nach Schottland und da kam mir der Gedanke einen Frontmotor mit Rekurbtion zu verwenden. Das dann mit einem kleinen Akku der mal bei ein paar Bergen hilft. An Tüv habe ich erst garnicht gedacht, sollte aber so kaum auffallen.

Das liegt aber derzeit auf Eis.

Jörg

Spartakist
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Re: Auskunft eBike Motor-Vorderrad

Beitrag von Spartakist » Donnerstag 20. Juni 2013, 12:43

Hallo Saxonette-Schrauber,

aus meiner persönlichen In-Augenscheinnahme kann ich dir sagen, dass ich im letzten Jahr eine nagelneu aufgebaute E-Bike-Saxonette bestaunen durfte.

Sie war vom Feinsten - sehr elegant im Äußeren, allerdings war es kein normaler Herkules-Rahmen ,sondern der Fahrradrahmen eines anderen deutschen Fahrradherstellers.. Dem wurde ein Saxonetten-Hinterrad mit Fichtl&Sachs Motor inkl.E-Starter eingebaut.
Vorn war ein 250 WATT Radnarben-Motor!

Der Erbauer nannte mir folgenden, witzigen Grund für seine Idee:
Auf dem Campingplatz, wo sich sein Wohnmobil befand, beschwerten sich Leute, wenn er frühmorgens mit der Saxonette zum Brötchen-Holen fuhr und dabei ein wenig rumknatterte!
Also überraschte er seine Camping-Anrainer eines Tages mit seiner neuesten Zwitter-Creation.

Übrigens hat er seine Hybrid-Konstruktion auch dem TÜV vorgeführt!
Alles war paletti - sach- und fachgerechter Um- und Einbau wurde ihm mündlich bestätigt.
Allerdings scheiterte die TÜV-Anerkennung an folgendem Problem :
Er konnte keine Muster-Zulassung für den Fahrradrahmen vorweisen, die Rückschlüsse für die Sicherheit bei einem zweifach verschiedenen Motorbetrieb ermöglichte.
Eine solche Muster-Zulassung wäre prinzipiell möglich gewesen - hätte aber als Einzel-Prüfung mehrere Tausend Euro gekostet.
Allerdings war der TÜV-Prüfer von seiner Idee und seiner gekonnten handwerklichen Umsetzung begeistert.
Er selbst war überzeugt, dass dieser Hybrid eine sehr gute Markt-Chance haben könnte und verhandelte mit den Nachfolgern der Saxonette-Rechte-Inhaber!
Allerdings ohne Erfolg!
So weit ich es in Erinnerung habe, entschloß er sich später dazu, seine E-Bike-Saxonette an einen Liebhaber zu verkaufen, der sie im jugoslawischen Feriendomizil benutzen wollte.

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