Die Lage des Motors (geschrieben von Doran)

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Die Lage des Motors (geschrieben von Doran)

Beitrag von Sporti » Freitag 17. Oktober 2008, 20:24

Hallo Saxogemeinde,
Bei der Saxonette liegt der Motor hinten- unten - links. vom Schwerpunkt aus
Betrachtet, optimal ..von der Gewichtsverteilung eher ausreichend . mittig
hinten.. wäre noch besser anstatt links (lastig)
Belädt man den Gepäckträger mit Ausrüstung für die Tour ,so merkt man
der Bodenkontakt vorne wird dünn. In flotten engen Kurven auf sandigem Boden ...
Augen auf.
Die Velo-solex aus den 60er jahren & der "Flink-motor" & "NSU" & "EX"
aus den frühen 50er jahren waren am Lenker oberhalb des Vorderrades
angebaut. von der Gewichtsverteilung & Kühlung besser vom Lenkverhalten
eher nicht. Der Motor läßt sich mit Einrückhebel gut starten (Reibrolle)
Man tritt bis er anspringt - reißt bei der Saxonette die Schnur am Reversierstarter hat man schlechte Karten - der E-starter als 2.Standbein
= schwach & funktioniert nur bei gut geladenem Akku & warmen Motor
( Kerze in Ordnung - keine Verfettung - keine Kriechströme - keine Funken-Nebenstrecken) dann gehts

beim Pedelec = die Situation ähnlich. man findet 3 Varianten

1. Motor hinten: z.B. Bion-x Spartamet Batavus usw. bringt eine ungünstige Gewichtsverteilung - läßt nur Kettenschaltung zu , es wird
eng - kein Rücktritt möglich - wird bei Neukonstruktionen kaum gebaut ( Tendenz leicht veraltet)

2. Motor mittig: (Panasonic-motor) gute Gewichtsverteilung - freie Wahl
der Schaltung mit & ohne Rücktritt- Motor nahe Steuereinheit = kurze
Verkabelung ... Nachteil bei Fahrradbetrieb (leerer akku) Motor nicht
ausrückbar - wird mitbewegt - fährt sich wie Fahrrad mit Dynamo
oder noch schwerer ... wird vielleicht noch verbessert ?

Da punktet die Saxonette, sie kuppelt sauber aus dank Fliehkraftkupplung
& Freilauf. Der Fahrradbetrieb ( mit nachgerüsteter Schaltung) kann
als vorbildlich gelten. gute Laufeigenschaft

3. Motor vorne: (sanyo-motor & immer mehr andere) diese variation setzt sich durch. man schaue auf die angebotenen Modelle am
Markt. Vorteile: gute Gewichtsverteilung ( Motor vorne - Gepäck hinten)
Freie Wahl der Schaltung hinten mit/ohne Rücktritt.
Gute Fahrtwindkühlung z.B. bei Vollast Nachteil: lange Verkabelung
schwächere Traktion auf Sandwegen . bei Neukauf eine gute Wahl.
Zu erwarten = daß diese Bauform sich durchsetzt & stärker weiterent-
wickelt wird. Höhere Stückzahlen = mehr Gewinn = mehr Geld zur Forschung/Entwicklung

Der Motor = am ped. mit das stärkste Glied in der Kette 250W läßt die"EU" zu.
Ob der Motor nun 150-200 oder 240W hat, spielt für den Normalverbraucher kaum eine Rolle. andere Parameter wie Unterstützungsgrad - seine Abstufung - rundlauf des Motors bei Teillast sowie Drehmoment usw. können viel ausgleichen wenn deren werte besser sind.
Im Normalfall trit man mit 80W & bekommt 80W hinzu bei
100% (Schubfaktor-1) = 160W das reicht auf ebener Strecke für gut 18.
..19 kmh ... das leisten alle Motoren.
über die Motoren lohnt sich ein gesonderter Beitrag, um da ein wenig
Karheit zu schaffen
mit Saxogruß Doran
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Am liebsten sind mir die Leute, die keine Ahnung haben und trotzdem die Klappe halten.

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Re: Die Lage des Motors (geschrieben von Doran)

Beitrag von Sporti » Freitag 17. Oktober 2008, 20:24

Doran, schöner Bericht.
ich habe gehört:
Beim Vorderradantrieb fühlt sich das Rad an wie gezogen.
Beim Hinterradantrieb wie geschoben.
Die beste Version, vom Fahrgefühl soll der Motor unter dem Tretlager sein, da er sich am neutralsten verhält. (siehe Flyer)
Ich denke der Vorderrad-Antrieb ist die billigste Lösung, aber beim Gasgeben, besonders bei einem starken 500 Watt Motor oder bei Glätte rutscht das Rad vorne durch. Unangenehm. Aber normale Räder kann man damit am einfachsten nachrüsten.
Vorteil:Motor Vorne, Accus hinten: Guter Gewichtsausgleich

Motor hinten ist die zweitteuerste Möglichkeit.

Und Flyer sind teuer,
Die neuesten Räder mit Carbon-Rahmen und 45 Km/k Spitze kosten knapp 5000 Euro.

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